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New Economics - aktiver Leben Wirtschaftswoche vom 12. Juli 2010 >WW.pdf
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04 11 09 BNN - Projekt wird zum bundesweiten Vorbild - ZAG feiert Erfolg des gemeinschaftlichen Wohnkonzepts |
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14 08 09 Schwarzwälder Bote -AKTUELLE NEWS Selbst organisierte Bewohnergemeinschaft Von Heinz Ziegelbauer
Enzklösterle. Schon im Herbst dieses Jahres soll der Startschuss für ein neues Wohnkonzept im Kurort Enzklösterle fallen.
Dabei entstehen im bisherigen »Hotel am Lappach« elf moderne und komfortable Wohnungen und drei Gästeappartements. Hinzu kommen großzügige Gemeinschaftsflächen, die das Zusammenleben und -wohnen unter einem einzigen Dach bereichern wie etwa ein Wellnessbad mit Sauna und verglaster Sonnen-Loggia, oder ein Café-Bistro bis hin zu einer kleinen Club-Lounge mit Kamin.
Ende 2010/Anfang 2001 soll das in Wohnungen umgebaute Hotel bezugsfertig sein. Das ist das Vorhaben von Renate und Regine Erhard als bisherige Hotelbetreiber in Zusammenarbeit mit der »BauWohnberatung Karlsruhe (BWK)«.
»Man muss neue Wege gehen«, erklärten sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Das »Hotel Lappach« mit seinen 50 Betten wurde in den siebziger Jahren nach einem Sägewerksbrand im Jahr 1972 gebaut und war beziehungsweise ist eine gute Adresse für viele Kur- und Feriengäste. Allerdings stehen die Sterne im Tourismus auch für Enzklösterle nicht gerade günstig. Und nachdem die Betreiberinnen vor dem Hintergrund rezessiver Übernachtungszahlen vor der Frage einer kostenaufwendigen Totalsanierung oder aber einer anderweitigen Nutzung des Objekts standen, haben sie sich für das von der BWK entwickelte Konzept und damit für einen generellen Umbau des großen Hotels in Wohnungen mit Flächen zwischen 50 und 100 Quadratmetern unter ganz besonderen architektonischen, funktionalen, ökologischen und energetischen Vorgaben entschieden.
»Wissen, Können und Lebenserfahrung«
In einem weiteren, kleineren Gebäude wird es Abstellflächen beispielsweise für Geräte, Fahrräder und Sportgeräte geben. Bei dem Projekt handelt es sich also nicht um Betreutes Wohnen, sondern um ein gemeinschaftsorientiertes Wohnen und Leben unter demselben Dach.
Die Initiatoren stellen sich als Bewohner jüngere Menschen, Alleinstehende, Alleinerziehende, Paare und insbesondere auch Familien im Alter von »40 + Jahren« vor, die eine aktive, eigenverantwortliche und selbst organisierte Bewohnergemeinschaft bilden, in die sich die Mieter oder Eigentümer nach ihren unterschiedlichen und individuellen Möglichkeiten einbringen können und sollen.
»Die Ausgangspunkte sind Wissen, Können und Lebenserfahrung der Bewohner«, war bei der kürzlichen Vorstellung des Projekts zu hören. Das gesamte Gebäude wird übrigens barrierearm sein. Vorstellbar wären in Verbindung mit Wohnungen auch Büro- oder Praxisräume im Haus.
Das Finanzierungsmodell basiert auf der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft, bei der sich die Mitglieder einkaufen und damit auch mehrheitlich über das Belegen von Wohnungen entscheiden. Der Kommanditanteil ist wie bei regulären Eigentumswohnungen verkäuflich und vererbbar. »Ich halte das Projekt für eine Antwort auf die derzeitige Entwicklung«, sagte Bürgermeister Michael Faschon und unterstrich den hohen Wohn- und Freizeitwert und die touristische Infrastruktur von Enzklösterle. »Dort wohnen, wo andere Urlaub machen« und »Ich finde die ganze Sache toll«, war von ihm in einer Art Lobeshymne auf Enzklösterle zu hören. »Enzklösterle ist ein herrlicher Ort, wir freuen uns auf Sie«, so seine einladenden Worte an die etwa 30 Interessierten, die zur Präsentation des Projekts gekommen waren. Näheres gibt es im Internet unter www.i3-community.de.
>EnzkloesterleArtikel_Kopie.pdf |
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03 02 09 Die Südpfälzer leben im Playmobilland - Beitrag der Rheinpfalz um Praxisleitfaden "Zukunftsgerechte Wohnformen und Services" >Rheinpfalz090203Playmobil.pdf
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09 07 08 Die Rheinpfalz Generationen unter einem Dach >09_08_07_NoahII.pdf
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15 04 08 Die Rheinpfalz Wohnungen für alle Lebenslagen >PresseartikelGERApril08.pdf
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07 10 2007 Eigene Haustür, gemeinsames Dach Beitrag im Karlsruher Stadtmagazin INKA Link: www.inka-magazin.de/stadtleben/artikel/eigene-haustuer-gemeinsames-dach.html |
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18 08 2006 Die Rheinpfalz Senioren Wohnprojekt zum Vorzeigen Karlsruhe: Verein hat für Neubau an der Kaiserallee Landespreis erhalten "Hier war das Thema damals ja neu, da gab es anfangs ein paar einsame Rufer", erinnert sich Bärbel Bludau. 1998 hatte die heute 71-jährige frühere Postbeamtin in einem VHS-Kurs über das Wohnen im Alter informiert und sich darauf mit Gleichgesinnten zusammengetan. Schließlich gewann das Seniorenprojekt ZAG Gestalt, seit Ende 2004 wohnen sieben Frauen in dem neuen Gebäude in einem Innenhof an der Kaiserallee. Teils als Eigentümer, teils als Miete, alle aber als Vertragspartner ihres Vereins "Zukunft Alternativ gestalten" (ZAG). (...) Die Karlsruher BauWohnberatung (BWK) / bed&roses kam als Berater hinzu. (...) Unlängst hat ZAG beim Landeswettbewerb "Wohnen im Zentrum - Strategiene für attraktive Stadt- und Ortskerne" einen ersten Preis bekommen. |
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17 12 2004 BNN Ein Lama sorgt auch in der Fritschlach für Gelassenheit "Wohnen mit Tieren" heißt das neue Projekt der BauWohnberatung für 48 Wohneinheiten in den Rheinauen bei Daxlanden Die Fritschlach bei Daxlanden: Ein Landschaftsschutzgebiet im Tiefgestade der Rheinebene, das vielen Karlsruhern als Freizeit- und Naherholungsgebiet dient. In den Kleingärten wächst nicht nur Obst und Gemüse, da werden auch kleine und größere Tiere gehalten. Hier steht auch der Birkenhof. Bis vor knapp zwei Jahren wurde er bewirtschaftet, seither sucht die Stadt eine neue Verwendung für ihr Eigentum. Nicht etwas x-Beliebiges soll dort entstehen, das hätte auch der Bebauungsplan kaum zugelassen. Der künftige Käufer, so stand es in den Ausschreibungen, soll den Birkenhof erhalten und für soziale Zwecke umnutzen. Die Auflage kam der "BauWohnberatung" wie gerufen. Die vom Werkbund 1998 ins Leben gerufene Gruppe um den Sozialwissenschaftler Michael Andritzky, die Architekten Alexander Grünenwald und Berta S. Heyl sowie die Gerontologin Monika Axtmann, hat sich neuen, gemeinschaftsorientierten Wohnformen verschrieben. Bekannt wurde die BauWohnberatung mit der Siedlung "Smiley West" in der Nordstadt, aber auch mit dem Alterswohnprojekt "Zukunft aktiv gestalten" (ZAG) am Hofgarten auf dem ehemaligen städtischen Bauhof in der Kaiserallee. Jetzt haben sie wieder ein "integriertes Wohnprojekt" im Sinn. Wieder sollen Alt und Jung, familienweise und alleine, auch behinderte Menschen gemeinsam leben. Aber, und das ist bundesweit einmalig, zusammen mit Tieren aller Art. Letztere sind sozusagen der soziale Kitt für die Gemeinschaft. Und wo ginge es besser als rund um den Birkenhof? Das Projekt "Wohnen mit Tieren" unter Federführung der BauWohnberatung setzte sich gegen 20 Mitbewerber durch. Nicht zuletzt deshalb, weil es schlüssig und detailliert durchgeplant ist. Und: Weil die verantwortlichen Architekturbüros Grünenwald + Heyl und die archis die künftigen Nutzer von Anfang an mit ins Boot holten. Das sind die städtische Heimstiftung, die REHA-Südwest und die Innere Mission. Sie alle wollen dort Wohnplätze für Behinderte mit tiertherapeutischer Begleitung anbieten - eine Art Gesundheitszentrum im Tierpark. Rund ein Drittel der künftigen Bewohner wird von den drei Organisationen betreut. Die übrigen zwei Drittel, die in knapp 50 Wohneinheiten Platz finden, müssen jetzt dazu gefunden werden (Interessenten können sich unter Telefon 5 97 27 18, Dienstag und Mittwoch 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr melden). Sie sollen sich in vier Wohngruppen zusammen tun und an der Gestaltung ihrer künftigen vier Wände mitwirken - und die der eigenen und neuen Tiere. Sie sind das zentrale Anliegen des Projekts. Nicht nur für die behinderten und nichtbehinderten Bewohner, sondern auch für Besucher. Die Projektmacher denken an ein Gartenlokal mit Streichelzoo für die Spaziergänger an der Fritschlach. Grünes Licht hat das dritte große Projekt der BauWohnberatung nicht nur von der Stadt und den künftigen (Mit-) Trägern Heimstiftung, REHA-Südwest und Innere Mission erhalten. Auch die GLS-Gemeinschaftsbank sowie die Stiftung trias haben Unterstützung zugesagt. Wenn alles nach Plan verläuft, erfolgt im Frühjahr 2005 der erste Spatenstich - 2007 würden bereits die ersten Menschen und Tiere einziehen.
Gut möglich, dass sich darunter dann auch ein Lama befindet. Das nämlich hat die Ruhe weg und strahlt in jeder Situation einfach nur Gelassenheit aus. Dies tut behinderten und nichtbehinderten Menschen in gleicher Weise gut. Allerdings: Die brauchen die Planer schon jetzt, wenn sie mit der Stadt über die Grundstückskosten verhandeln müssen. Bei der "Allmende" zum Beispiel, wie es früher hieß - der grünen Gemeinschaftsfläche, die großzügig um die Wohngebäude angelegt und deshalb nicht zu teuer werden soll. |
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04 11 2004 BNN Wird im Alter die Wohngemeinschaft wieder attraktiv? Kruse plädiert für "Bringdienste" Im Alter doch wieder die gute, alte Wohngemeinschaft? Professor Andreas Kruse ist da vorsichtig. "Das ist schon eine attraktive Geschichte, hat aber auch ihre Grenzen", sagt der Heidelberger Gerontologe. In einem aber ist auch er sich sicher, die bisherigen Wohnformen für die ältere Generation, vom Wohnstift bis zum Pflegeheim, reichen künftig nicht mehr aus. Eigeninitiative und Selbstvorsorge werden stärker gefragt sein. "Es gibt immer mehr ältere Menschen, und die Ressourcen der familiären Versorgung nehmen gleichzeitig ab", fasst Kruse zwei wichtige Punkte zusammen. Möglichst frühzeitig müssten sich Menschen daher damit befassen, wie sie selbst dazu beitragen können, im Alter ihre Selbstständigkeit so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. In diesem Zusammenhang hält der bekannte Gerontologe das "Wohnen im Quartier" für besonders wichtig. "Das heißt zunächst einmal, dass die Menschen in ihren angestammten Wohnungen bleiben", erläutert Kruse. Damit einhergehend müssten sich Betreuungs-, Pflege-, und Beratungsdienste aber stärker zu "Bringdiensten" wandeln. Zudem sollte die Infrastruktur im Quartier stimmen, vom Lebensmittelmarkt bis zur Verkehrsanbindung. Nur zu gut weiß Kruse, dass derzeit der Weg in diesem Bereich ganz wo anders hinführt: kleinere Filialen schließen, an Stadträndern entstehen große Märkte. Eine Entwicklung, die sich durchaus in ferner Zukunft rächen könnte. "Klar ist zumindest, dass die Pflegedienste wichtiger, aber auch teurer werden", ist sich der Professor sicher. Andererseits biete der Markt "Alter" für viele Berufsfelder auch neue Chancen - vom medizinischen bis zum kulturellen Dienstleister, vom Stadtplaner bis zum Architekt. |
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14 08 2004 BNN Mehr Einsatz für "Wohnen im Alter" geboten? Zwei Entwicklungen sind unumstritten - abgesehen von ihren Ursachen und Folgen: Zum einen werden auch die Karlsruher immer älter und immer mehr von ihnen bleiben auch im letzten Lebensviertel recht gesund. Dabei wollen sie ihr Leben weiter selbstständig führen, aber nicht in der Isolation eines Alterssingles ohne Einbettung in Verwandtschaft und Nachbarschaft. Zum anderen ist die Alterspyramide auf den Kopf gestellt. Der Nachwuchs fehlt vor allem in der Großstadt, wo viele Paare keine Kinder haben und viele Singles leben. Nicht nur die Gesellschaft mit ihrem Sozialsystem und der kommunalen Infrastruktur gerät durcheinander, auch viele Einzelpersonen machen sich schon vor Eintritt ins Seniorenalter Gedanken, wie sie ihre Zukunft mit Altersgenossen gestalten können.
Schon kommen die "Alt-68er" ins entsprechende Alter: Wer damals 25 war, ist heute über 60, hat den Marsch durch die Institutionen hinter sich und sorgt sich nun ganz konservativ um sein Leben im Alter. Als progressive Idee feiert dabei die Wohngemeinschaft zumindest als solidarische Hausgemeinschaft fröhliche Urständ. Im Europaviertel der Waldstadt tun sich bereits die Bewohner von Bungalows zusammen, um sich zu unterstützen - ob beim Autofahren, Einkaufen, dem Blumengießen oder der Freizeitgestaltung - und somit gemeinsam im Viertel alt zu werden.
"Neues Wohnen fürs Alter" soll die Antwort auf den demographischen Wandel in der Großstadt sein. Seit 1997 bemüht sich die BauWohnberatung Karlsruhe, ein Zweig des Werkbundes, das gesellschaftspolitische Feld für das Thema zu bereiten und konkrete Projekte voranzutreiben. "Zukunft Alternativ Gestalten", kurz ZAG, diese Bürgerinitiative ist in der Fächerstadt zum Begriff geworden. Obwohl das Gemeinschaftshaus von Senioren auf dem ehemaligen Bauhofgelände in der Weststadt - zwischen Kaiserallee und Goethestraße, zwischen Schillerstrasse und Kaisergarten - erst im November bezogen wird, gilt es schon bundesweit als Modell.
Zwar gibt es bei der Stadt Ansätze wie die Förderung des ZAG-Projekts. Zu einer institutionellen und systematischen Förderung neuer Wohnformen für Senioren hat man es indes nicht gebracht. Gehören doch Gemeinschaftshäuser von Senioren fern von Betreuungseinrichtungen wie Altenwohnheimen noch nicht zum Anforderungsprofil für neue Wohngebiete. "Das steckt bei uns noch in den Anfängen", sagt Otto Velten vom Baudezernat. Dabei holte man jüngst die Alternsforscherin Ursula Lehr, Bundesministerin a.D., zum Stadtbauforum, wo sie angesichts der umgestülpten Alterspyramide vor der Vergreisung der Städte warnte und für die Rechte der immer älter werdenden und immer vitaler bleibenden Senioren focht. Zwar besteht für "Seniorenwohnungsbau" noch kein gesondertes Kompetenzzentrum bei der Verwaltung, indessen leistet das Seniorenbüro bei der städtischen Sozialbehörde schon viel Rat und Hilfe.
Michael Andritzky von der BauWohnberatung Karlsruhe und deren Senioreninitiative "bed&roses" reicht dies nicht. "Alles deutet daraufhin, dass die Stadtentwicklung der Zukunft in allen Bereichen, den planerischen, den sozialen und den architektonischen ohne Berücksichtigung des demographischen Wandels der Bevölkerung nicht funktionieren wird", sagt er. Deshalb müssten die Städte mehr tun, als Absichtserklärungen abgeben. So sei das ZAG-Projekt zwar "ein Wegweiser in die Zukunft", aber doch nur ein Bauvorhaben weniger Bürger. Es bestünde die Gefahr, "dass die Städte solche wenigen Modellvorhaben als Alibi benutzen, auch um ihre im Grunde eigene Konzeptlosigkeit und Untätigkeit zu verbergen", meinte Andritzky. |
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08 07 2004 Mannheimer Morger Methusalem und seine Freunde suchen passende Bleibe Fachkongress "Neues Wohnen fürs Alter" in der Alten Hauptfeuerwache Jeder wünscht sich, den Lebensabend in schöner Autonomie in den eigenen vier Wänden zu verbringen, wohl eingebettet in das soziale Netz. Die Vorstellung von der Zwangsgemeinschaft im Heim ist für viele ein Horror - Wohnen im Alter wird zur gesselschaftlichen Schlüsselfrage, und der Fachkongress "Neues Wohnen fürs Alter" am 13. Juli sucht darauf spezielle Mannheimer Antworten. Wenn die Alterspyramide in den nächsten Jahrzehnten Kopf steht, sollte man gerüstet sein und jetzt die Entwicklung unter Dach und Fach bringen: Dr. Thomas Hauer und Michael Andritzky von der Bau-Wohnberatung Karlsruhe, sind dabei, sie zimmern in ihrem Großprojekt "bed & roses" neue Senioren-Modelle und sie werden nun zusammen mit lokaler Kompetenz die Zukunfts-Räume abschreiten. Die Tagung beginnt mit einem Spaziergang durch die östliche und westliche Unterstadt, Architekt Don Lindemann und Sozialplaner Walter Werner werden im Quartier die Lage der Dinge sondieren und schon mal schauen, welche Türen ebenerdig oder "geliftet" für die ältere Generation öffnen könnten. Im Jahr 2020, so die Hochrechnung, wird über die Hälfte der Mannheimer über 50 Jahre alt sein, von geschätzten 278000 Mannheimern liegen dann 145000 jenseits der Fifty-Grenze und immer mehr Hochbetagte suchen ein angenehmes Plätzchen. Mehr als 29000 werden dann über 70 und 18000 bereits über 80 Jahre alt sein. Die Wohnexperten tüfteln für diesen Kreis neue Formen des Miteinander aus, Pläne, die nicht gleich in einer WG enden sollen. Denn auf Zwei-Zimmer-Küche-Bad als privates Rückzugs-Reich will die Mehrzahl der Senioren ohne Not nicht verzichten. Also sucht man neue Nischen: Zum Beispiel ein Haus, in dem sich fünf oder sechs Mietparteien zu einer Interessengemeinschaft zusammenschließen. Man mietet für den Besuch oder Ernstfall der Pflege im Haus noch ein Extra-Appartement und teilt die Kosten. Pflege- oder Einkaufsdienste werden sozusagen "en bloc" organisiert und die Mieter können, so Dr. Hauer, als Nachfragemacht einen Rabatt aushandeln. Im Dutzend billiger - eine uralte Regel, die gerade im Ruhestand zählt. Den nicht jeder hat das Polster, sich als Edelrentner im Stift oder der Residenz einzuquartieren, die meisten müssen rechnen. Auch damit das der Traum vom Einfamilienhaus im Grünen zum Albtraum werden kann, wenn die Kinder nur noch alle Jubeljahre kommen, der Ehepartner stirbt, und nicht nur man selbst, sondern auch das Haus seine Zipperlein kriegt... Eine Falle der man noch in jungen Jahren vorbauen sollte, so die Spezialisten, denen zentrumsnahe, alterstaugliche Wohnwelten vorschweben. Dabei sollen die rüstigen Alten keineswegs nur in Neubauten umgesiedelt werden. Auch die Leerstände in Mannheims Innenstadt müssen durch Aufbrechen alter Vorstellungsmauern mit neuem Leben gefüllt werden. Wolfgang Bielmeier, der Geschäftsführer der GBG Mannheim, wird auf der Tagung als Herr über 20000 Wohnungen ebenfalls Ideen beisteuern, um neue Modelle für jene zu entwickeln, die sich mit den Jahren nicht in komfortable, hoch technisierte Luxusetagen zurückziehen können, sondern sich buchstäblich nach der Decke strecken müssen. Und auch bei den günstigen, flexiblen, "alternativen" Wohnformen soll das Zuhausegefühl mit einziehen. In einer überschaubaren Behaglichkeit und Sicherheit, so das Ziel, hat der Lebensabend einen Rahmen, der nicht einsperrt und eingrenzt, sondern Spielräume öffnet. Zum Beispiel ein Leben mit Hund oder Katz. In einem Karlsruher Modell wird nun das Wohnen mit Tieren zum Senioren-Programm. Denn Gerade die Älteren dürfen doch wohl ihren Vogel haben. |
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11 07 2003 Stadt Zeitung Neue Formen des Wohnens im Alter Durch Selbstorganisation gemeinsam die Last des Altseins überwinden. Beim Thema "Wohnen im Alter" ... |
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27 02 2004 StadtZeitung Selbstbestimmt Leben im Alter: Zackiges Abenteuer Richtfest für Modellprojekt der ZAG-Gruppe Von der ersten Idee auf einem Informationstag der Volkshochschule im Frühjahr 1998 bis zur Umsetzung seines ersten Projekts musste der Verein ZAG (Zukunft Alternativ Gestalten) viereinhalb Jahre warten und einige Stolpersteine überwinden. Mit Baubeginn wuchs das Wohnprojekt der Senioren- gruppe auf dem Areal des ehemaligen städtischen Bauhofs in der Kaiserallee 27 dann zügig in die Höhe. Nach sechs Monaten konnte ZAG mit dem Bauträger, der Firma Bayerl Baukonzept, nun das Richtfest feiern.
Genau 15 barrierefreie Wohneinheiten mit Gemeinschafts- einrichtungen und einer Tiefgarage mit privaten und öffentlichen Stellplätzen wird "Wohnen im Hofgarten" haben. Mit ihrem Einzug im Herbst möchten sieben ZAG-Mitglieder die im Verein entwickelten Wohnideen in der Praxis leben: Im Vordergrund steht der Wunsch, aktiv miteinander alt zu werden. Gemeinsam und mit gegenseitiger solidarischer Unterstützung möchten sie sich ein möglichst eigenständiges Leben auch im Alter erhalten. Die Stadt war uns in der Umsetzung des zackigen Abenteuers ein ganz wichtiger Projektpartner, betonte Architekt Alexander Grünenwald. Der Geschäftsführer der Bau-Wohnberatung hatte die ZAG-Gruppe - zumeist Frauen- auf dem Weg zum Wunsch-Projekt begleitet und zusammen mit Berta Heyl die Planung beigesteuert. Den Mut der ZAG-Frauen, die solange "gebohrt haben, bis das Projekt stand", hob die ehemalige Bürgermeisterin Heinke Salisch hervor, und Bürgermeister Harald Denecken versicherte, er werde das Modellvorhaben als Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswohnung dort in die Diskussion bringen. ZAG und die Bau-Wohnberatung möchten an anderen Standorten weitere Wohnmodelle verwirklichen und hierbei die Erfahrungen aus dem Projekt "Wohnen am Hofgarten" einfließen lassen. |
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14 11 2003 Stadtzeitung Das Neuland mutig beackern Tagung: Netzwerke schaffen Das Interesse an selbstbestimmten Wohnformen für die dritte Lebensphase ist enorm. Das zeigt die Resonanz auf den Kongress "Neues Wohnen im Alter - Was geht und wie es geht". Rund 250 Teilnehmer - Fachkräfte von Kommunen, Sozialträgern, aus der Wohnungswirtschaft, sowie Wohninitiativen und am Thema Interessierte - hatten das zweitägige Symposium letzte Woche im Tollhaus besucht. Und bei der Karlsruher Bau-Wohnberatung/bed & roses, die gemeinsam mit der Stadt und der Schader-Stiftung Veranstalterin war, stehen nach Ende des Kongresses die Telefone nicht mehr still, da viele sich weiter informieren möchten. Vorgestellt und diskutiert wurden Modelle aus Deutschland und den Niederlanden, die den Weg zu einem neuen Wohnen in Alter zeigen. Allen Praxisbeispielen ist gemein, dass sie noch Pioniercharakter haben. Das dieses Neuland künftig stärker beackert werden muss, hatten die Referenten - Wissenschaftler und Praktiker aus ganz Deutschland - unisono angemahnt, denn die Sozialsysteme könnten die Probleme einer rapide alternden Gesellschaft nicht lösen. Angestrebt werden müsse eine Wohnungspolitik mit mehr Selbstvorsorge, mehr Mut zur Eigeninitiative und mehr Unterstützung für Wohnprojekte jenseits von Betreutem Wohnen, Seniorenresidenz und Altenstift. Wobei Karlsruhe mit dem ZAG-Projekt, der Initiative "bed & roses" der Bau-Wohnberatung und der MIKA schon viel vorweisen kann. Es seien keine Förderprogramme notwendig, stattdessen aber der Aufbau flexibler und leistungsfähiger Unterstützungsorganisationen, gab die Vorstandsvorsitzende von "empirica", Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeier, Erkenntnisse einer "empirica"-Untersuchung über 160 Wohn-Modelle und Initiativen wieder. Wie Gerda Helbig vom Forum für gemeinschaftliches Wohnen im Alter plädierte sie für den Aufbau von Netzwerken, um Kenntnisse und Fähigkeiten zu bündeln. Eine wichtige Rolle müssten die Kommunen übernehmen, etwa, in dem sie interessierten Gruppen bei der Grundstückssuche behilflich sind. Banken müssten sich bereit erklären, die schwierige Beleihungsfrage zu lösen und Bauträger werden als Kooperationspartner benötigt, damit solche Gemeinschaftsvorhaben gestartet werden können.
Teilnehmer und bed & roses waren sich einig: Diese erste Veranstaltung dieser Art im Südwesten war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Netzwerk notwendiger Initiativen mit ähnlicher Zielrichtung. |
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06 07 2003 Der Sonntag Seniorinnen nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand Betreutes Wohnen oder im betagten Alter zu den Kindern? Nein, danke . . . |
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05/06 07 2003 BNN Gute Ideen für Seniorinnen Die hiesige Kommunalpolitik wird oft kritisiert . . . |
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27 06 2003 Stadtzeitung Ein Traum-Areal für Senioren ZAG-Projekt / Alternative Wohnmöglichkeiten für Ältere gefragt. "Wohnen im Hofgarten" heißt ein neues, zukunftweisendes Projekt in der Karlsruher Weststadt.... |
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22 05 2003 BNN "ZAG" ist das Zukunftsmodell Auf Antrag der Grünen wurde "Wohnen im Alter" thematisiert. Das "selbstorganisierte gemeinschaftliche Wohnen im Alter . . . |
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